Muss der Partner, der auszieht, keine Miete mehr zahlen?

geschrieben am 07.09.2012 von RE/MAX Ulm

Trennung vom Partner hebt Mietverträge nicht auf !


Einige Partner nehmen an, dass sie automatisch aus dem Mietverhältnis entlassen werden, sobald sie aus der Wohnung ausziehen. In den allermeisten Fällen ist dies jedoch überhaupt nicht der Fall. Ist der ausziehende Mieter im Mietvertrag als Mieter aufgeführt, ändert auch ein Auszug nichts daran. Dem Vermieter ist es nicht wichtig, ob der Mieter auch wirklich in der Wohnung wohnt. Er ist in erster Linie daran interessiert Zahlungsrückstände zu vermeiden. 

Kommt es zu einem Auszug von beiden Partnern, ist die Angelegenheit noch relativ simpel. Je nach Mietvertrag kann eine Wohnung häufig innerhalb von drei Monaten gekündigt werden. Werden dem Vermieter geeignete Nachmieter vorgestellt, ist es häufig sogar möglich, noch zügiger aus dem Mietvertrag zu kommen.


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Komplizierter wird es jedoch, wenn einer der Partner in der Wohnung verbleiben möchte. Besonders Ehepartner haften füreinander. Doch auch nicht verheiratete Partner sind langfristig durch einen gemeinsamen Mietvertrag gebunden. Denn wenn der Vertrag gemeinsam unterschrieben wurde, dann kann dieser nicht einseitig aufgelöst werden. Es kann daher tatsächlich passieren, dass der Partner der auszieht, weiterhin die Hälfte der Miete übernommen muss. Bei verheirateten Partnern kommt es häufig vor, dass die Miete mit den Unterhaltszahlungen verrechnet wird. Generell wird angenommen, dass die Partner sich die Miete geteilt haben und jeder von ihnen für die Hälfte der Kosten aufkommt.

Es gibt aber auch häufig den Fall, dass nur einer der Partner ein Einkommen hat, da der andere sich zum Beispiel um die Kindererziehung kümmert. Hatte nur der ausziehende Partner ein Einkommen, kann der Vermieter dennoch weiterhin die Zahlung der ganzen Miete verlangen. Auch hier kann die Zahlung dann mit dem Unterhalt verrechnet werden. Der Vermieter kann also die Zahlung der Miete von allen Personen verlangen, die den Mietvertrag unterschrieben haben. 

Um lang andauernde Streitigkeiten zu vermeiden, sollte eine Vereinbarung zwischen den ehemaligen (Ehe)-Partnern in Bezug auf einen möglichen Auszug getroffen werden. Aus praktischer Sicht ist es am einfachsten, wenn der (Ehe) Partner, der in der Wohnung bleibt die Zahlung der Miete selber übernimmt. Auch dies wird bei einer möglichen Unterhaltszahlung berücksichtigt. Sollte der Ex- Partner die Zahlung aus nicht zulässigen Gründen verweigern, wird er aufgefordert die Wohnung zu kündigen und seinen Auszug aus der Wohnung zu organisieren. Kommt ein Auszug für den verbleibenden Partner nicht in Frage, kann der ausziehende Partner eine Antrag auf Zustimmung zur Kündigung bei einem Gericht einreichen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt. Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktierenUnser Team vom RE/MAX Immocenter Ulm steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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