Feste feiern ohne Stress

geschrieben am 21.07.2015 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt.

Es gibt wohl kaum etwas unangenehmeres für einen Gastgeber, als während der Fete plötzlich seinen Nachbarn im Mietshaus begrüßen zu müssen - vor allem wenn dieser nicht nur aus Feierlust kommt. Genauso ärgerlich ist es, nach einem anstrengenden Arbeitstag schlaflos im Bett zu liegen, weil in der Wohnung über Ihnen eine Techno-Party ihren Höhepunkt erreicht.
Lärmstörungen sind ein gängiges Problem in Mietshäusern. Das größte Problem hierbei ist, dass es keine eindeutige Seite gibt, denn sowohl der Gastgeber als auch der Lärmgeplagte genießt Rechte, die Vorwürfe rechtfertigen.

Silvester ist die Ausnahme


Wenn der Jahreswechsel ansteht, werden die Gesetze zwar gelockert, ansonsten aber gilt: von 22 bis 7 Uhr morgens herrscht Nachtruhe, das heißt, im Treppenhaus herrscht Stille, Musik sollte nicht all zu laut aus den Wohnungen dringen und auch laute Rufe sind verboten. Vermeiden lässt sich das nicht immer, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist. Im schlimmsten Fall wird die Polizei informiert, dann stehen für den Gastgeber schnell Bußgelder in dreistelliger Höhe an.
Die Justiz bezieht sich hierbei auf das Recht der freien Entfaltung. Denn die kann schließlich nur gelingen, wenn Mieter nicht ständig unter der Belastung von Lärm und Trubel leiden müssen. Das gilt besonders für Kinder, Kranke und alte Menschen.



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Partys sind nicht ganz verboten


Wenn aber der Schlafsuchende Recht auf freie Entfaltung hat, dann hat die auch der Partyfreudige - und das ist auch richtig so. Solange die Feier nur innerhalb der eigenen Wohnung stattfindet und die Lautstärke das Maß des Angenehmen nicht übersteigt, ist gegen seltene Feste nichts einzuwenden.
Hier greifen der Artikel 13 des Grundgesetzes, der sich mit dem Verhalten unter anderem in Mietwohnungen befasst, sowie das Auffanggrundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit nach Art. 2 Absatz 1 GG, das eben diese "freie Entfaltung der Persönlichkeit" beinhaltet.

Tipps des Experten


"Wer Ruhe will, muss diese auch bekommen." stellt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland klar. Ratsam ist es in jedem Fall, Nachbarn bzw. Anwohner im Vorfeld über die geplante Party zu informieren. So wird zumindest der Überraschungseffekt vermieden. Juristisch hält das zwar nichts auf, aber das Verständnis ist eventuell geweckt, erst recht wenn Sie einen trifftigen Grund für die Feier nennen können.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Feiern, und einen erholsamen Schlaf für den Rest!

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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