Die Grundschuld: Was Verkäufer zu beachten haben

geschrieben am 10.05.2013 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt.

In vielen Grundbuchauszügen findet sich, da dies die übliche Absicherung für Kredite darstellt, eine Grundschuldeintragung. Nach der Tilgung muss eine Grundschuld nicht unbedingt gelöscht werden. Beim Verkauf kann es sogar von Vorteil sein, die Eintragung sozusagen mitzuveräußern.

Nicht unbedingt ist die lastenfreie Übergabe die beste Lösung


Sobald eine Finanzierung abgewickelt ist und die letzte Darlehensrate bezahlt, muss die Grundschuld nicht weiter bestehen bleiben. Ihr Grundbucheintrag erhält somit wieder eine "weiße Weste" und das Haus, die Wohnung oder das Grundstück kann dem Käufer lastenfrei übergeben werden. Auch wenn eine Darlehensschuld mit dem Verkaufserlös ausgeglichen wird, besteht theoretisch Zug um Zug die Möglichkeit, den Grundbucheintrag löschen zu lassen. In der Praxis jedoch bleibt zu überlegen, ob eine Löschung überhaupt sinnvoll ist.



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Die Grundschuldlöschung belastet Ihren Geldbeutel


In der Regel wird Ihr Käufer den Preis für das Kaufobjekt nicht aus seiner Portokasse bezahlen können, so dass dessen Finanzierungsinstitut sowieso auf eine Grundschuldeintragung bestehen wird. Wo Sie gerade eben die Löschung veranlasst haben, muss der neue Besitzer Ihrer Immobilie dann erneut tätig werden und die Prozedur der Eintragung in Angriff nehmen. Ebenso wie die Löschung, die Sie als Verkäufer bezahlen müssen, fallen auch für den Neueintrag Notar- und Grundbuchgebühren in nicht unerheblicher Höhe an. Diese sind abhängig von der Summe der Grundschuld und schlagen sehr schnell mit mehreren hundert Euro zu Buche. In etwa den doppelten Betrag muss Ihr Käufer investieren.

Die Möglichkeiten einer Grundschuldabtretung


Es erscheint wesentlich günstiger und einfacher, an der Grundschuldeintragung festzuhalten und diese zur Weiternutzung an den Käufer zu übergeben.
Der Idealfall tritt ein, wenn Ihr Käufer sich um einen Kredit bei derselben Bank bemüht, die als Grundschuldberechtigte bereits im Grundbuch steht. Dann werden Gebühren nur fällig, wenn das neue Darlehen die bestehenden Grundschulden übersteigt und zusätzliche neue Sicherheiten verlangt werden.
Es ist durchaus üblich, Grundschulden von einem Darlehensgeber auf einen anderen zu übertragen. Diese Grundschuldabtretung wird durch einen Vermerk im Grundbuch festgehalten, geht normalerweise zu Lasten des Käufers und stellt so, falls realisierbar, für Sie als Verkäufer die beste Lösung dar.


Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team der RE/MAX Immocenter, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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