Warum Sie Inventar beim Immobilienverkauf nicht in den Verkaufspreis mit einbeziehen sollten.

geschrieben am 23.11.2012 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt.

Der Verkauf einer Immobilie beinhaltet oftmals auch die Veräußerung von Inventar. Die Kücheneinrichtung, extra eingepasste Einbauschränke oder eine installierte Sauna gehören praktisch gesehen zum Haus bzw. zur Wohnung. Vertraglich sollten Sie den Verkauf von Immobilie und Inventar jedoch voneinander trennen und die zusätzlich mit angebotenen Einbauten und Gegenstände nicht in den Verkaufspreis mit einbeziehen.

Separater Verkauf von Einrichtungsgegenständen


Ohne Zweifel kann eine hochwertige Einbauküche den Wert Ihrer Immobilie steigern. Ebenso macht sich der im Keller eingebaute Wellness Bereich positiv am Verkaufserlös bemerkbar. Speziell angefertigte Schränke für ein Ankleidezimmer oder verwinkelte Räume sind teuer und der Käufer Ihrer Immobilie wird in der Regel froh sein, wenn Sie ihm solche Einrichtungsgegenstände mit anbieten. Eventuell ist das ganze Inventar Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung so perfekt aufeinander abgestimmt, dass es nicht in ein anderes Objekt versetzt werden soll. Grundsätzlich spricht überhaupt nichts dagegen, den Verkauf von Inventar und Immobilie als Einheit zu sehen. Preistechnisch jedoch sollten Sie beide Teile separat abwickeln und neben dem notariellen Vertrag über Grundstück und Gebäude oder Wohnungsanteil noch einen zusätzlichen Kaufvertrag über die veräußerte Inventarliste abschließen.

Kaufpreis weckt Interesse


Wenn Sie ein Objekt zum Verkauf anbieten, sieht der Interessent in der Regel vorerst nur die Eckdaten wie Größe, Lage und Baujahr. Diese Komponenten vergleicht er sofort mit dem Verkaufspreis. Dass darin eventuell teure Einbauten oder sonstiger Inventarbestand enthalten sind, kann der Käufer im Normalfall nicht sofort nachvollziehen. "Das ist ja viel zu teuer", heißt es schnell und Ihre Immobilie kommt erst gar nicht in die nähere Auswahl. Weisen Sie darauf hin, dass Inventar übernommen werden kann oder soll, setzen Sie den Preis dazu jedoch separat fest. Viele Kaufinteressenten nutzen Immobilienvergleichspreise um sich einen Überblick zu verschaffen. Ein zu hohes Angebot fällt dabei schnell durch das Raster. Dass der hohe Verkaufspreis in einer Anzeige durch darin enthaltenes Inventar zustande kommt, weiß der Betrachter im ersten Moment nicht. 



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Kostenersparnis durch Aufteilung


Beim Verkauf einer Immobilie für die Inventarübernahme einen separaten Vertrag aufzusetzen, hat aber nicht nur verkaufsstrategische Hintergründe. Der Immobilienverkauf muss notariell beurkundet werden. Hierbei fallen nicht unerhebliche Kosten an, die sich aus dem Verkaufspreis berechnen. Der Inventarverkauf dagegen kann mit einem einfachen Vertrag, den beide Vertragsparteien unterschreiben, besiegelt werden. Ebenso verhält es sich mit der Grunderwerbssteuer. Abhängig von den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes müssen in Deutschland zwischen 3,5 und 5 Prozent Grunderwerbssteuern bezahlt werden. Inventarwerte können durch die Aufsetzung eines eigenständigen Kaufvertrages davon ausgeschlossen werden. 

Sowohl Ihnen als auch dem Käufer Ihrer Immobilie entstehen somit Vorteile, wenn das Inventar nicht in die Verkaufssumme integriert wird.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Inventar und Immobilienverkauf oder auch Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktierenUnser Team vom RE/MAX Immocenter Ulm steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!  

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