Kann man als Eigentümer die Kaution mit der letzten Miete verrechnen?

geschrieben am 05.07.2013 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt.

Viele Mieter, die aus ihrer Wohnung ausziehen möchten, wünschen sich, dass der Eigentümer die letzte Miete mit der Kaution verrechnet. Diese Vorgehensweise ist zwar erlaubt, kann jedoch mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen verbunden sein. Diese betreffen allerdings nicht den Eigentümer, sondern ausschließlich den Mieter.

Berechnung der Mietkaution

Grundsätzlich muss jeder Mieter damit rechnen, dass der Vermieter bei seinem Einzug eine Kaution in Höhe von drei Monatsmieten erhebt. Diese Kaution muss gewinnbringend angelegt und nach der Beendigung des Mietverhältnisses zurückgezahlt werden. Dabei hat der Mieter nicht nur einen Anspruch auf die komplette Mietkaution, sondern auch auf die Zinsen, die die Kaution im Laufe der Zeit erwirtschaftet. Die Kaution kann entweder bar hinterlegt oder auf anderem Wege finanziert werden. In letzter Zeit werden zunehmend alternative Finanzierungsformen wie zum Beispiel eine Bankbürgschaft akzeptiert.



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Sinn und Zweck der Mietkaution

Die Mietkaution soll den Eigentümer vor finanziellen Verlusten schützen, die mit der Vermietung der Wohnung einher gehen können. Sofern der Mieter eine oder mehrere Monatsmieten nicht zahlt, kann der Vermieter die Kaution an deren Stelle setzen. Dies heißt jedoch nicht, dass der Mieter ein Recht hat, die Kaution abzuwohnen. In diesem Zusammenhang ist es völlig unerheblich, ob er dem Vermieter die erste, die letzte oder eine andere Monatsmiete schuldig bleibt. Der Mieter ist verpflichtet, die fällige Zahlung nachzuholen und den Mietkautionsbetrag schnellstmöglich wieder auszugleichen. Wenn der Mieter seiner Pflicht nicht nachkommt, kann er gerichtlich dazu gezwungen werden. Die Kosten für das Gerichtsverfahren hat er selbst zu tragen. Neben der ausbleibenden Mietzahlung kann es noch weitere Gründe geben, warum die Erhebung einer Mietkaution zwingend notwendig erscheint. Reparaturmaßnahmen an der Wohnung können ebenso mit der Mietkaution verrechnet werden wie ausstehende Betriebskostennachzahlungen.

Rückzahlung der Mietkaution

Nur in den allerseltensten Fällen wird es möglich sein, die Mietkaution direkt nach der Beendigung des Mietverhältnisses zurückzuzahlen. Oftmals dauert es drei bis sechs Monate, bis der Mieter das Geld auf seinem Konto gutgeschrieben bekommt. Diese Zeit benötigt der Vermieter, um eventuelle Mängel an der Wohnung festzustellen und bei Bedarf die nötigen Maßnahmen zu deren Beseitigung durchführen zu lassen.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immocenter, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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