Mieterhöhung als Vermieter durchführen

geschrieben am 15.09.2015 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt. 

Wenn Sie als Vermieter das Gefühl haben, dass die Miete zu niedrig ist, gibt es Möglichkeiten für Sie, den Mietzins zu erhöhen. Gründe für eine Mietzinserhöhung sind zum Beispiel eine Modernisierung des Wohnraumes oder eine Angleichung and die ortsüblichen Mietpreise.
Wichtig ist, dass Sie neben den bisher beabsichtigten Änderugen auch eventuelle weitere Änderungen berücksichtigen. 

Der Mieter muss aufgeklärt werden


Wenn Sie eine Mieterhöhung planen, müssen Sie Ihren Mieter zunächst schriftlich darüber informieren. Möchte er die Erhöhung prüfen oder das Mietverhältnis kündigen, hat er dazu drei Monate Zeit. 
Stimmt der Mieter der Erhöhung zu, wird er Ihnen dies schriftlich mitteilen, beziehungsweise es erfolgt eine bereitwillige Zahlung. Dabei müssen Sie sicher sein, dass alle im Mietvertrag aufgeführten Mieter einverstanden sind. Selbst bei einem Ehepaar, dem Sie die Wohnung ursprünglich gemeinsam vermietet haben, das jetzt aber getrennt lebt, müssen beide unterschreiben.




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Die Mietpreisbremse 


Wie orientieren Sie sich als Vermieter an den Kosten? Zunächst einmal gibt es eine sogenannte Mietpreisbremse, die besagt, dass eine Miete innerhalb von vier Jahren höchstens um 20 Prozent steigen darf. Abgesenkt werden kann die Kappungsgrenze dann, wenn in einer Region Wohnraummangel herrscht. Diese Absenkung auf bis zu 15 Prozent erfolgt durch das jeweilige Bundesland. 
Ebenfalls zur Mietpreisbremse gehört die Regelung, dass bei Neuvermietungen die Kosten bis zu 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen.

Mietkostenfindung


Beim Festlegen des neuen Mietpreises hilft Ihnen sowohl ein Mietspiegel als auch ein Sachverständigengutachten oder drei Vergleichswohnungen. Auch müssen Sie sich der Durschnittsmiete am Wohnort für ähnliche Wohnungen anpassen. 
Wurde die Mietsteigerung der nächsten Jahre in Form einer Staffelmiete beschlossen, ist es verboten, diese Zahlungen zu überschreiten, unabhängig von der ortsüblichen Vergleichsmiete. 

Anders ist die Sache natürlich bei Modernisierungsmaßnahmen in der Mietwohnung. Die Kosten hierfür, Modernisierungsumlage genannt, werden auf die Kaltmiete aufgeschlagen um durch bauliche Maßnahmen das Wohnerlebnis zu verbessern. 
Mit bis zu einem Jahr Wartefrist plus dreimonatiger Zustimmungsfrist müssen Sie dann rechnen, wenn der Vertragsabschluss und der Beginn des Mietverhältnisses zeitversetzt erfolgen. Mieterhöhungen dürfen nämlich erst ab 15 Monate nach dem Start des Mietverhältnisse vorkommen.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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