Wozu dient ein Notar?

geschrieben am 19.04.2013 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt.

Kaufvertrag ist nicht gleich Kaufvertrag. Gerade im Immobiliengeschäft müssen bestimmte formelle Vorgaben exakt eingehalten werden. Damit solche Verkäufe Gültigkeit erlangen, bedarf es zusätzlich zur schriftlichen Form sogar noch einer notariellen Beurkundung. Deshalb führt Ihr Weg zur Veräußerung in etwa Ihrer Eigentumswohnung immer über den Notar.

Die Einhaltung der gesetzlichen Formvorschriften


In der deutschen Gesetzgebung werden bestimmte Verträge nur dann anerkannt, wenn ganz spezielle Formvorschriften eingehalten werden. Davon betroffen sind im Immobilienbereich in etwa Kaufverträge über Grundstücke, Wohnungseigentum und Erbbaurechte sowie die dazugehörigen Grundpfandrechte wie die Hypothek oder Grundschuld.
Ebenso gelten für Grunddienstbarkeiten, wie zum Beispiel die Eintragung eines Wegerechts, ganz strenge formelle Erfordernisse. Solch wichtige Geschäfte rund um das Grundstücksrecht müssen in Form einer Beurkundung genehmigt werden. Im Rechtsjargon spricht man dabei von einer hoheitlichen Befugnis zur vorsorgenden Rechtspflege. Diese Aufgabe übernimmt bei uns in Deutschland ausschließlich der Notar. Er ist als sogenannter unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes zuständig für diese Beurkundungen. 



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Der genaue Hergang der Beurkundung


Der Notar kennt sich aus auf seinem Gebiet. Er weiß ganz genau, wie zum Beispiel die Formalitäten zum Verkauf einer Eigentumswohnung formuliert sein müssen, um die strengen gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Auch die oftmals notwendige Grundschuldeintragung verfasst ein Notar für Sie.
Bevor Sie aber Ihre Unterschrift unter den entsprechend vorbereiteten Vertrag setzen, ist der Notar verpflichtet, Ihnen vorzulesen, was er vorbereitet hat. Achten Sie, auch wenn dies sicherlich nicht immer leicht fällt, in jedem Fall sehr gut auf den Wortlaut dieser Niederschrift. Es handelt sich dabei nicht um eine spannend erzählte Geschichte sondern vielmehr um ein Schriftstück, zusammengestellt aus einer Aneinanderreihung von Rechtsbegriffen.

Die Rolle des Notars


Falls Unklarheiten bestehen oder Sie Fragen haben, sprechen Sie dies an. Der Notar wird Sie auf die rechtliche Tragweite der Erklärung hinweisen und ebenso die Risiken ansprechen, damit Sie und auch Ihr Vertragspartner wissen, was genau Sie mit Ihrer Unterschrift bestätigen. Denn sind die Beurkundungsdokumente unterschrieben, gelten Sie als von Ihnen genehmigt.
Dabei nimmt der Notar, anders als ein Rechtsanwalt, eine absolut neutrale Stellung ein. Die Rolle des Notars ist sowohl im Grundstücksrecht als auch in seinen anderen Aufgaben, wie zum Beispiel im Erbrecht, vollkommen unabhängig und unparteilich.


Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team der RE/MAX Immocenter, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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