Schimmel-Notfall-Plan

geschrieben am 18.08.2015 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt. 

Man betritt de Wohnung und vernimmt einen muffigen Geruch, oder aber man betrachtet seine Schlafzimmerwände, Fensterleibungen, Silikonfugen im Bad oder die Ecken an Außenwänden einmal genauer und schon hat man ihn entdeckt: den Schimmel. Sofort schwirren einem Gedanken durch den Kopf, über gesundheitliche Schäden durch Schimmel, die auch durchaus nicht zu verachten sind. Wir haben Ihnen aber einen Notfallplan zusammengestellt, mit dem Sie die Schimmelplage im Nu wieder los sind.

Station 1: Ursachenforschung


Wenn Sie die Ursachen nicht finden, wird der Schimmel wieder kommen, so viel steht fest. Generell kann Schimmel dort entstehen, wo Wasser eintritt, beispielsweise durch Löcher oder Risse in Fassaden oder Dächern. Genauso im Verdacht sind Havarien wie Rohrbrüche oder sogenannte Wärmebrücken.
Denken Sie auch über Ihr Lüftungsverhalten nach und bedenken Sie, dass in einem vierköpfigen Haushalt alleine an einem Tag zehn bis zwölf Liter Wasser entstehen, indem Sie einfach nur kochen, waschen oder atmen. Damit die Luftfeuchtigkeit die 60-Prozent-Marke nicht übersteigt, rät Umweltberaterin Elke Meier zu regelmäßigem Lüften. Auch schlechte Wärmedämmung kann der Grund sein, so Heinz-Jörn Moriske, Experte für Umwelthygiene. 



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Station 2: Jetzt geht es dem Schimmel an den Kragen


Aber nicht ohne Schutz! Gehen Sie nicht ohne spezielle Schutzkleidung inklusive Augenschutz und Handschuhe, sowie einer Atemschutzmaske mit der Markierung P2 an die Arbeit und öffnen Sie vorher die Fenster. Als Anti-Schimmel-Mittel fungieren bei oberflächlichem Befall bereits Wasserstoffperoxid, Brennspiritus (70-80 Prozent Alkohol) oder 70-prozentiger Alkohol. 
Darin tauchen Sie einen Lappen, eine Drahtbürste oder einen Hausschwamm ein und wischen die Schimmelstelle mehrmals ab. Entsorgt werden die Schimmelwerkzeuge in einer Tüte verpackt im Hausabfall. Sollte der Schimmel allerdings mehr als einen Quadratmeter einnehmen, ist es besser, eine Fachfirma zu kontaktieren. 

Station 3: Machen Sie mit dem Schimmel kurzen Prozess


Natürlich haben Sie als Mieter das Recht, die einbehaltenen Mietanteile einzuklagen. Immerhin ist es durchaus möglich, dass der Schimmel durch bauliche Schäden entstanden ist. Bedenken Sie dabei aber auch, dass Sie als Kläger zunächst die Vorschüsse für die Gerichtsverhandlungen und das Einstellen von Sachbearbeitern tragen müssen. Entscheidet das Gericht, dass sowohl Sie als auch Ihr Vermieter in der Schimmelvorbeugung versagt haben, erhalten Sie nur die Hälfte dieser Kosten zurück und machen damit sicherlich keinen Gewinn. Besser ist es deshalb, sich erst einmal mit dem Vermieter zu einigen.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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