Um den Schlaf gebracht

geschrieben am 08.12.2015 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt.

Die Weihnachtszeit beginnt - und damit auch unser Drang, alles festlich zu dekorieren. Dieser ist bei manchen mehr, bei manchen weniger ausgeprägt. Solange diese Gemütsunterschiede nicht zu Kollidierungen führen, wirft die Weihnachtszeit keinerlei Probleme auf. Doch was, wenn es doch einmal zu Streit kommt?

Dekoration mit Grenzen

Grundsätzlich ist es definiv legal, sein eigenes Grundstück zu schmücken, sei es mit Lichterketten, Hirschfiguren oder aufgeblasenen Weihnachtsmännern. Problematisch wird es erst, wenn Ihre Weihnachtsdekoration brandgefährlich ist, oder Ihr eigenes Grundstück überschreitet.
Wenn Sie in einer Mietwohnung leben und wollten Sie Schmuck an der Außenfassade anbringen, sollten Sie vorher Ihren Mieter um Erlaubnis gebeten haben. Dieser entscheidet übrigens nicht subjektiv nach Gefallen Ihrer Dekoobjekte, sondern nach einer Reihe von Faktoren, die beachtet werden müssen. Hierzu zählt beispielsweise das Risiko, mit den Verschönerungen die Außenfassade zu beschädigen. Auch sollten Nachbarn Ihrer Mietswohnung nicht beeinträchtig oder gar gefährdet werden, wenn Ihre Weihnachtsdekoration plötzlich beschließt, nicht mehr sicher befestigt zu sein. In diesem Fall kommt wohl nicht alles Gute von oben. Deshalb sollten Beleuchtungsobjekte und Co an Außenwänden auch für größere Schneestürme gewappnet sein. Ein letzter Punkt, den Ihr Vermieter bei der Entscheidung zu berücksichtigen hat, ist der optische Aspekt. Optimal ist es, wenn sich Ihre Dekoration nahtlos in das Bild der ganzen Straße einfügt, oder aber so dezent oder abgelegen ist, dass Außenstehende nicht weiter damit konfrontiert werden.



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Wann Nachbarn klagen dürfen

Auch wenn diese Bedingungen zunächst nicht allzu schwer erscheinen, gibt es Jahr für Jahr Unmengen von Klagen von Nachbarn, die sich durch allzu prächtigen Festschmuck gestört fühlen. Doch wann genau steht Ihnen das Recht zu, zu klagen? Nachbarn sind immer dann dazu in der Lage, wenn Sie beispielsweise in Ihrem Schlafzimmer gestört werden, sei es durch blinkende oder strahlende Beleuchtungen oder aber Objekte, die Geräusche machen. Singende Hirsche mögen ein zauberhaftes Ambiente schaffen - nicht aber, wenn sich Menschen nach Schlaf sehnen. In solchen Fällen kann den Besitzern die Dekoration untersagt werden. Ton und Licht müssen nach 22 Uhr abgeschaltet werden.
Der Deutsche Mieterbund Berlin macht außerdem darauf aufmerksam, dass Weihnachtsschmuck die Wohnungstüre nicht überschreiten sollte. Wer sich also auf Fluren und in Treppenhäusern durch ein ganzes Lamettameer waten muss, hat durchaus Chancen auf eine erfolgreiche Klage.

Teure Lichtspiele

Abgesehen von schlaflosen Nachbarn leidet Jahr für Jahr auch der Geldbeutel und die Umwelt. So wurden in der Weihnachtszeit im Jahr 2014 deutschlandweit rund 409 Millionen Kilowatt pro Stunde aussschließlich für Weihnachtsbeleuchtung verbraucht. Diese Leistung fordert 77 Millionen Euro und könnte 140.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgen. Vielleicht denken wir also daran, nicht gleich alle Geschütze auszufahren, wenn es um die Weihnachtsdekoration geht. Unserem Konto, der Umwelt und den Nachbarn zuliebe.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung

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