Untermietverträge können ohne Absprache mit dem Vermieter erfolgen

geschrieben am 15.03.2013 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt.


Die Untervermietung ist ein beliebtes Mittel, um die finanzielle Belastung für eine Wohnung zu mindern. Dabei können Untermietverträge unter Umständen sogar ohne Zustimmung des Vermieters erfolgen.

Untermiete - eine Definition


Viele Mieter wohnen in Wohnungen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten könnten. Oder das gemietete Haus erscheint ihnen zur alleinigen Nutzung schlichtweg zu groß. Ein Untermietvertrag bietet dabei eine gute Lösung für beide Probleme. Ein oder mehrere Zimmer werden untervermietet, selbst bleibt man allerdings der Hauptmieter und damit auch die Ansprechperson für den Vermieter. Denkbar ist auch eine Überlassung der gesamten Wohnung für einen begrenzten Zeitraum. So können zum Beispiel längere Auslandsaufenthalte überbrückt werden, ohne dass die Mietwohnung komplett aufgegeben werden müsste. 
Der Untermieter schließt seinen entsprechenden Mietvertrag nicht mit dem Eigentümer sondern mit dem Hauptmieter. An diesen bezahlt er auch seine Miete. Das eigentliche Mietverhältnis zwischen dem Wohnungs- oder Hausbesitzer und seinem regulären Mieter bleibt davon völlig unberührt. 



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Zustimmung einholen macht immer Sinn


Grundsätzlich verhindern kann der Vermieter die Untervermietung nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Möchte man sich mit seinem Untermietvertrag auf der rechtlich absolut sicheren Seite bewegen, sollte man jedoch in jedem Fall die Zustimmung des Vermieters einholen. Dies beugt Unstimmigkeiten vor, die im schlimmsten Fall sogar eine fristlose Kündigung nach sich ziehen können. 

Besteht ein berechtigtes Interesse zur Untermvermietung, ist diese auch rechtens. Dieses sogenannte "berechtigte Interesse" besteht immer dann, wenn Umstände eintreten, die die Fortführung des ursprünglichen Mietvertrages nicht mehr ermöglichen. Ein Beispiel: Ein Ehepaar trennt sich, beide Ehepartner standen im Mietvertrag, der Ehemann zieht aus und die Frau bleibt mit den Kindern, da sie diese nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen möchte, alleine im gemieteten Haus. Um die Miete auch weiterhin bezahlen zu können, wird ein Teilbereich untervermietet. 
Ein anderes Beispiel kann eine plötzlich eintretende Arbeitslosigkeit sein, die die momentane Mietzahlung gefährdet. 

Einwände sind, je nach Situation, ebenso möglich wie rechtens


Generelle Ansprüche zur Untervermietung bestehen jedoch nicht. Kommt es zu einer Überbelegung, in etwa durch eine Großfamilie in einem 1-Zimmer-Appartment oder zur unzumutbaren Untervermietung, beispielsweise durch eine verbotene Nutzung als Tierpension, oder erfolgt die Untervermietung sogar gewerbsmäßig, kann der Vermieter seine Einwände jederzeit durchsetzen. 

Zusammenfassend gilt also: Untermietverträge können ohne Absprache mit dem Vermieter erfolgen, die Einholung einer Zustimmung kann aber viel Ärger ersparen.


Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team der RE/MAX Immocenter, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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