Was Vermieter vor Abschluss des Mietvertrags beachten sollten!

geschrieben am 01.02.2013 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung oder verbindliche Aussage handelt.

Eine Immobilienvermietung sollte wohl durchdacht und geplant sein, denn nach Abschluss des Mietvertrages gelten die festgelegten Kündigungsfristen. Für einen Vermieter kann dies unter Umständen zu gravierenden Zahlungsausfällen führen. Aber auch wenn der Vermieter regelmäßig und pünktlich zahlt, ist dies noch keine Garantie dafür dass die Substanz der Immobilie auch gewahrt und erhalten wird, was für Sie als Eigentümer sicherlich oberste Priorität ist. 

Intensives Gespräch


Bevor ein Mietverhältnis eingegangen wird, sollte der potentielle Mieter zu einem Gespräch eingeladen werden, bei dem dann auch die Details des Mietvertrages besprochen werden. Hier können Sie schon vorab einige Informationen und Details über den Mieter in Erfahrung bringen. Aber wie es so ist kann und sollte man sich nie auf die eigenen Menschenkenntnisse verlassen und Äußerlichkeiten können oft täuschen. 

Gerade Mietnomaden, der Schreck eine jeden Vermieters, nisten sich für längere Zeit in Wohnungen ein ohne einen Cent dafür zu bezahlen und hiterlassen eine Spur der Verwüstung. Unabhängig von dem finanziellen Verlust, gibt es hierbei also eventuell auch einen immensen materiellen Verlust. Dabei sind Mietnomaden nicht einmal sehr auffällig, sondern vielmehr sogar wohlhabende und intelligente Menschen, die die Lücken im System ausnutzen. Daher gilt es im Vorhinein möglichst viele Informationen einzuholen.



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Möglichst viele Informationen einholen


Ein Fragebogen bzw. eine Selbstauskunft des Mieters ist wichtig um sich ein Bild vom potentiellen Mieter zu schaffen und nicht auf Betrüger hereinzufallen. Fragen hierbei können sozioökonomischer, demografischer oder anderer Natur sein. Grundsätzlich ist der interessierte, mögliche Mieter nicht verpflichtet eine solche Selbstauskunft auszufüllen, gleichfalls sind Sie aber auch nicht verpflichtet an diesen zu vermieten. Geben Sie hier nicht klein bei und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. 

Darüber hinaus ist es auch sinnvoll einen Arbeitsvertrag oder einen Gehaltsnachweis zu fordern, Schufa-Einträge einzusehen oder die Deutsche Mieter Datenbank, die sich auf Zahlungserfahrungen spezialisiert, auf Unstimmigkeiten zu durchleuchten.

In der heutigen Zeit kann es unter Umständen auch nicht schaden eine einfache Internetrecherche anzustellen, um Details über den Mieter zu erfahren. Zwar sollte hier auf die Privatsphäre geachtet werden, jedoch sind öffentliche Informationen meist gut zugänglich.

Sichern Sie sich ab


Wichtig ist stets, dass Sie sich entsprechend absichern. Nutzen Sie keine Verträge die Sie von Dritten kopiert oder zusammengestellt haben. Schließlich wollen Sie rechtlich auf der sicheren Seite sein. Ein guter Anlaufpunkt sind Musterverträge des Vermieterbunds. Um jedoch wirklich auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie den Vertrag von einem Anwalt überprüfen lassen. Unter Umständen kann es auch durchaus sinnvoll sein auf eine Bürgschaft zu pochen, um etwaige Ausfälle anderweitig einholen zu können. Auch eine Rechtsschutzversicherung kann eine lohnende Investition sein.

Grundsätzlich sollten Sie sicher stellen, dass die erste Miete und die Kaution bezahlt sind, bevor Sie den Einzug gestatten. Zudem gilt es möglichst alle Angaben und Absprachen schriftlich, zum Beispiel durch Übernahmeprotokolle oder sonstige Belege, festzuhalten. 


Bei weiteren Fragen hinsichtlich der Umlegung von Steuern und Verischerungen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team vom RE/MAX Immocenter Ulm steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!  

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