Was es nicht alles gibt - skurrile Streitfälle vor Gericht

geschrieben am 30.06.2015 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt.

Sie denken, verrückte Streifälle zwischen Nachbarn vor dem Gericht gibt es nur im Fernsehen? Die folgenden Fälle beweisen das Gegenteil.

Schimpfwörter ohne Bestrafung


Bezeichnungen aus dem Tierreich sind vielleicht nicht die beste Idee, wenn Sie Ihrem Vermieter einmal gründlich die Meinung sagen wollen. Es sei denn Sie möchten unbedingt vor Gericht landen. Aber probieren Sie es doch einmal mit "Zuhälterwagen", wenn Ihnen das Auto Ihres Vermieters auf die Nerven geht. Oder aber finden Sie ein paar "geeignete Beispiele", holen Sie tief Luft und sagen Sie: "Wohnungshai mit Wolfscharakter". So fies der Hintergedanke auch sein mag, als Beleidigung gilt dieses Wort vor Gericht nicht, und Ihrer Wut ist damit Luft gemacht.

Fremdsprachensicher?


Mieter haben das Recht auf eine Satellitenschüssel, wenn die von ihnen gewünschten Fernsehprogramme über Kabel nicht erreichbar sind. Erst recht, wenn diese Programme Bestandteil zur Religionsausübung beiträgt. Im Amtsgericht Reutlingen hat das ein zum Islam konvertierter Deutscher beantragt, wurde allerdings in seinem Verlangen abgelehnt. Nicht etwa, weil der Vermieter absolut nicht mit einer Satelliteschüssel auf seiner Immobilie klargekommen wäre, sondern weil die Arabisch-Kenntnisse des Klägers einfach nicht ausreichend waren. Aus der Traum vom Arabischen Fernsehen!



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Keine geringeren Mietkosten durch Heiligenstatuen


Ein weiterer Streitfall in Sachen Religion lag vor, als ein Mieter sich wegen einer Madonnenstatue im Hausflur unbehaglich fühlte. Und das obwohl er selbst den protestantischen Christen angehört. "Die Madonnenstatue verursacht keinen Schock" beschloss das Gericht und verbat dem eingeschüchterten Mieter, den Anblick der Figur von seinen Mietkosten abzuziehen.

Zu laute Geräusche von nebenan


Man kennt es von öffentlichen Toiletten: Urinieren im Stehen verboten. Wobei es dort mehr um die Hygiene geht als um die Lautstärke, die durch dieses entsteht.
Dass ein Mieter seinem Nachbar allerdings vorschreibt, im Sitzen zu urinieren, um genau diese zu verhindern, gibt es auch nicht so oft. Entsprechend perplex muss der Richter gewesen sein, der dem Angeklagten erlaubte, auch in Zukunft so zu urinieren, wie er es wünscht und den Kläger im selben Zuge dazu aufrief, mehr Verständnis aufzubringen.

Strafe für den Früh-auf-Kräher


Hähne dürfen krähen wann sie wollen? Von wegen! In Hamm wurde ein Hahn dazu verdonnert, künftig nicht so früh loszulegen, um den Schönheitsschlaf der Anwohner nicht in Gefahr zu bringen. Wie sehr sich das gute Tier an die Regeln gehalten hat, ist leider nicht bekannt.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

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