Was ist das Bestellerprinzip und ab wann gilt es?

geschrieben am 31.10.2014 von RE/MAX Ulm

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich beim folgenden Artikel um keine Rechtsberatung handelt.

„Wer bestellt, bezahlt auch!“

Das Bestellerprinzip ist Teil des Mietrechtsnovellierungsgesetzes, welches wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2015 verabschiedet werden wird. Es soll nach dem Willen der Gesetzgeber Wohnungssuchende finanziell entlasten, indem zukünftig die Maklercourtage vom Besteller, also meistens vom Vermieter, übernommen werden muss. „Wer bestellt, bezahlt auch!“ gilt dann für alle Vermietungsgeschäfte. Haus- und Wohnungsverkäufe bleiben davon erst einmal unbetroffen.

Vermieter werden versuchen, sich die Courtage zu sparen

Für Immobilienmakler kann sich vieles ändern, vielleicht auch vereinfachen, da sie nur noch mit ihrem Auftraggeber abzurechnen haben. In den meisten Fällen wird das der Eigentümer oder die Hausverwaltung als Vermieter einer Immobilie sein, jedoch kommt es auch vor, dass sich Wohnungssuchende an einen Makler wenden, wenn zum Beispiel eine Wohnung in einer fremden Stadt gesucht wird.



fehlerbroschuere-banner



Möglicherweise werden Vermieter anfangs versuchen, die Maklerkosten einzusparen indem sie die Mieterauswahl selbst übernehmen. Es ist jedoch recht zweifelhaft, ob sie damit auch glücklich werden, da ja ein erheblicher Arbeits- und Verwaltungsmehraufwand damit verbunden ist, zumal die Wohnungssuche für zukünftige Mieter durch den Wegfall der Courtage finanziell attraktiver wird und dadurch mehr Interessenten den Markt besuchen werden. Hier ergibt sich dann wieder die Chance für den Immobilienmakler, der aufgrund seiner Erfahrung sicher Entlastung schaffen kann.

Keine Umgehungsgeschäfte

Sogenannte Umgehungsgeschäfte durch Vermieter, wie die überhöhte Forderung nach einer Abstandszahlung, um die Mehrkosten der Provision aufzufangen, sind genauso unzulässig wie der Versuch sie über die Mietzahlungen auszugleichen.
Hier kommt der zweite Teil des Gesetzes zur Geltung, n
ämlich die „Mietpreisbremse“, die in von den Bundesländern festzulegenden Gebieten mit erhöhtem Wohnungsbedarf die Mieterhöhung auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt. Die Kosten müssen eigentlich auch nicht auf die Mieter abgeschoben werden, da Maklercourtagen als Werbungskosten steuerlich absetzbar sind. Ihr Immobilienmakler informiert Sie gern weiter.

Sollten Sie weitere Fragen oder Zweifel haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team des RE/MAX Immo-Center, Ihrem Immobilienmakler in Ulm, steht Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

Kommentare


- Es sind noch keine Kommentare vorhanden. -