„UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN?“


Die verbesserte körperliche Gesundheit führt zu einer höheren Selbstständigkeit. Viele dieser jung gebliebenen Alten denken nicht daran, einmal ins Heim zu gehen. Statt auf Standardversorgung setzen sie auf individuelle Lebensgestaltung, die Nachfrage nach neuen, selbstbestimmten Wohnformen in Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäusern bis hin zu Wohndörfern für Senioren. Mit den modernen Wohn- und Lebenskonzepten beschäftigt sich die auf Umfragen beruhende forsa-Studie „Wohnen im Alter“ im Auftrag von Vivir, einer Firma, die sozialverträgliche MehrgenerationenWohnparks entwickelt:

77 Prozent der Teilnehmer würden den Garten mit anderen teilen, 65 Prozent den Sport- und Fitnessraum, 44 Prozent die Waschmaschine und immerhin 37 Prozent das Auto. Ein großer Vorteil, denn gemeinsame Anschaffungen bringen Ersparnis und gleichen die Mehrkosten für Gemeinschaftsräume und -flächen in Senioren-WGs aus. Neben dem Leben in Gemeinschaft stehen gemeinsame Aktivitäten und gewisse Serviceleistungen im Zentrum eines nicht nur längeren, sondern auch besseren Lebens. Dazu gehören Angebote im Sport- und Freizeitbereich sowie Veranstaltungen, Vorträge und Happenings. Hoch im Kurs stehen bei den Befragten auch Aspekte wie Sicherheit und Komfort. Dazu zählt eine gute Infrastruktur, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten in erreichbarer Nähe sowie Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

Grundstein einer selbstbestimmten Lebensführung sind für 90 Prozent der Studienteilnehmer eine altersgerechte Ausstattung, Barrierefreiheit sowie individuelle Serviceleistungen. „Ich habe gesehen, wie man vereinsamen kann, wenn der Partner stirbt. Und da habe ich beschlossen: So will ich es nicht“, sagt die 67-jährige Gisela Punke in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Seit acht Jahren lebt sie mit ihrem Mann in dem Wohnprojekt „Gaga“ in Stade. „GaGa“ steht für „Ganz anders Gemeinsam altern“. In 15 Wohnungen leben 20 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 54 und 84 Jahren. Alle leben autark, doch es gibt auch einen Gemeinschaftraum. Die gemeinsamen Aktivitäten reichen von der Doppelkopfrunde bis hin zum Nachbarschaftscafé.
„Es gibt kleinere Projekte, wo sich 50 Menschen zusammentun, es gibt geImmoAktuellnerationenübergreifende Projekte am Stadtrand mit viel Grün, es gibt Varianten mit viel Privatheit“, erklärt Stadtplanerin Birgit Kasper, Vorstandsmitglied im bundesweiten Forum Gemeinschaftliches Wohnen e. V. „Andere überlegen neue Grundrissprojekte zwischen WG und Privatheit, sie teilen Autos, Werkstatt, Lastenfahrräder. Das Wichtigste ist: eine eigene Haltung dazu zu finden, Leute, die passen – und die passende Rechtsform.“

Einen Überblick über die vielfältigen Projekte und Angebote gibt es unter www.neue-wohnformen.de.

Quellen: vivienda.de, mobil-bleiben.de, wohnen-imalter.de, stmas.bayern.de, neue-wohnformen.de, sueddeutsche.de, zdf.de, gesundheitsstadt-berlin. de, immonewsfeed.de




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